Die Hauptstadt Santo Domingo

Eindrücke aus der Hauptstadt der Dominikanischen Republik

Die Hauptstadt der Dominikanischen Republik liegt an der Flußmündung des Rio Ozama an der Südostküste der Insel Hispaniola. Lange Zeit war Santo Domingo das Zentrum der spanischen Kolonialregierung im karibischen und lateinamerikanischen Raum und Ausgangspunkt für viele weitere Entdeckungen.


Alcázar de Colón

Am Plaza de la Hispanidad wurde unter Diego Colón, er war der Sohn des Entdeckers Christoph Kolumbus, in den Jahren 1510 bis 1514 die Residenz des damaligen Vizekönigs erbaut, der Alcázar de Colón. Für sechs Jahrzehnte war dies in der Neuen Welt der Sitz der spanischen Kolonialregierung zur Verwaltung der Kolonien des spanischen Königreiches. Ebenfalls von hier wurden weitere Expeditionen in den karibischen Raum und Richtung Amerika gestartet. Der Palast wurde allerdings seit dem Tode der Maria de Toledo, der Gemalin von Diego Colón, nicht mehr bewohnt. Seitdem ist der Alcázar immer weiter verfallen. Eine Restaurierung erfolgte erst in den fünfziger Jahren dieses Jahrhunderts. Mittlerweile ist in diesem Gebäude das Vizekönigliche Museum beheimatet und beeindruckt viele Gäste durch eine authentische Darstellung damaligen prunkvollen Lebens am Hofe der Kolonialregierung. 


Panteón Nacional

Das in den Jahren 1714 bis 1745 erbaute Jesuitenkloster Convento San Ignacio de Loyola diente nur wenige Jahre als Konvent. Lange Zeit diente es als Theater und sogar als Tabaklager. Erst im Jahre 1955 wurde es zu einer Gedenkstätte für bedeutende Nationalhelden der Dominikanischen Republik umgebaut. So ruhen hier der Freiheitskämpfer Francisco del Rosario Sánchez oder auch der Dichter der dominikanischen Nationalhymne. Rund um die Uhr wird der Panteón Nacional von einer Ehrenwache bewacht. 

Kathedrale

Am Plaza Colón liegt die erste Kathedrale der Neuen Welt, die Catedral de Santa Maria la Menor, die auch oft alsCatedral Primada de América bezeichnet wird. Sie wurde in den Jahren 1523 bis 1540 gebaut. Durch Papst Paul III. wurde im Jahre 1546 die von außen recht schmucklose und eher festungsartig wirkende Kirche zur Kathedrale erhoben, lediglich das Doppelportal an der Westseite der Kathedrale ist aufwendig gearbeitet. Im Inneren dagegen beherbergen 14 Kapellen teils sehr wertvolle Altäre, wie die Virgen de Guadeloupe, oder die Nuestra Senora de Altagracia. Im Jahr 1877 wurde im Inneren der Kathedrale angeblich das Grab Christopher Kolumbus gefunden. Über den Verbleib der Gebeine des Entdeckers streitet sich die Dominikanische Republik jedoch seit langem mit Spanien, die ebenfalls den Anspruch erheben, im Besitz der sterblichen Überreste zu sein. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas wurde die Kathedrale aufwendig restauriert. 

Faro de Colón

Zu Ehren Kolumbus wurde östlich des Rio Ozama das Faro de Colón gebaut, ein kreuzförmig errichtetes Monument, das wegen der immensen Baukosten in der Bevölkerung sehr umstritten war. Auf eine Idee aus dem Jahr 1852 eines dominikanischen Historikers zurückgehend, wurde es zum Kolumbusjahr 1992 unter großen Protesten eingeweiht. In der Mitte des Faro befindet sich das von Marinesoldaten bewachte Grabmal von Christoph Kolumbus, das aus der Kathedrale überführt wurde. Weiterhin sind im Faro sechs verschiedene Museen beheimatet, etwa das Kolumbus-Museum und ein Museum für Unterwasser-Archäologie.

Palacio Nacional

Der Regierungssitz der Dominikanischen Republik wurde unter dem Diktator Trujillo zwischen 1944 und 1947 erbaut. Der Baustil ist stark an das Kapitol in Washington angelehnt. Aus diesem Gebäude ist das mit seinen 44 Frauenskulpuren ausgeschmückte Karyatidenzimmer bekannt. Führungen werden durch Teile des Regierungssitzes auch an mehreren (nicht an allen! Öffnungszeiten beachten!) Tagen der Woche durchgeführt. 

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